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Bern, 12. Februar 2019 Sehr geehrter Herr Stadtratspräsident, Sehr geehrte Stadträtinnen, sehr geehrte Stadträte   Man hat uns geraten, darüber nicht zu reden… Wir haben es trotzdem getan! Wir haben uns an die BZ gewendet. Zum erschienenen Artikel in der BZ „Die Kellertheater der Stadt bangen um ihre Existenz“ vom 12.2.2019 möchten wir noch folgendes beifügen:   Wir sind das Narrenpack Theater Infos über uns finden Sie hier: www.narrenpack.ch Wir sind eine Truppe professioneller SchauspielerInnen mit hauseigener Autorenschaft. Wir führen in der Altstadt seit 35 Jahren mit grossem Erfolg ein Theater, welches ein Vollprogramm von 40 AUSVERKAUFTEN VORSTELLUNGEN pro Jahr bietet. Sich ständig neu erfinden, Innovation und Professionalität, das ist unser Credo. Nur so war es möglich, dieses Theater über Jahrzehnte am Leben zu erhalten.   Mit wenig und aktuell gar keinem öffentlichen Geld, generieren wir mit unseren ZEITGENÖSSISCHEN und GESELLSCHAFTSHINTERFRAGENDEN Produktionen so viel Publikum wie das AUAWIRLEBEN.   Dem AUA wird der städtische Beitrag von jährlich 330‘000.- auf 600’000.- erhöht, dem Narrenpack hat man den städtischen Beitrag von 30‘000.- auf null gestrichen.   Wie ist das möglich? Diesen Donnerstag geht es im Stadtrat um das Berner Puppentheater.Aber es geht um viel mehr:   ETWAS LÄUFT FALSCH IN DER BERNER KULTURPOLITIK! Mitglieder der Theaterkommission bevorteilen sich selber. Sie verteilen Geld, schauen dabei aber immer, dass sie selber am meisten bekommen.   Das ist nicht polemisch, es kann nachgeprüft werden in den Tätigkeitsberichten der Kultur Stadt Bern. Der städtische Pressesprecher Langenegger sagt gegenüber der BZ:Dass Kommissionsmitglieder selber Beiträge beziehen, sei heikel doch „es wäre nicht möglich, Projekte von Kommissionsmitgliedern a priori von der Förderung auszuschliessen.“   Da wird ein Zustand der Vetternwirtschaft mit nichtssagenden Worten verharmlost und damit in einer Art legalisiert, die jedem demokratischen Rechtsverständnis spottet…   Tatsache ist: Die Theaterkommission wählt seine Nachfolger selber. Der Gemeinderat vertraut verständlicherweise auf die Fachkompetenz dieser Kommission. Wer aber nicht in den Zirkel dieser Kommission passt, wird dem Gemeinderat gar nicht erst vorgeschlagen.   Wir bitten Sie dringend, die Kommission für Theater und Tanz zu beaufsichtigen. Die Zusammensetzung dieser Kommission ist einseitig und auf Eigeninteressen ausgerichtet. Der Bereich Theater ist vertreten durch Bettina Tanner, Diego Valsecchi, Philippe Nauer und Sibylle Heiniger. In der Kommission Hauptstadtkultur sind die Theatervertreter Olivier Keller und Grazia Pergoletti.   Sie alle machen selber Theater und entscheiden über die Theatergesuche. Sie stehen alle dem Schlachthaus und dem AUA nahe. Sie bekommen selber regelmässig direkt oder indirekt Gelder zugesprochen.   Dazu der Pressesprecher in der BZ: „Das Schlachthaus-Theater ist die wichtigste Bühne für das freie, professionelle Theaterschaffen in Bern.“    Worauf basiert eine solche Aussage? Auch sie legalisiert die auf Eigeninteresse beruhende Kulturgeldverteilung. Es ist sicher nicht  die „wichtigste Bühne“ aus Sicht  ALLER Steuerzahler und ALLER Theatergänger.   Der neue Altstadttheaterkredit von 100'000.- ist auf den ersten Blick zu begrüssen. Aber er ist viel zu klein, will man bei den Theatern einigermaßen anständige Arbeitsbedingungen schaffen.   Um diese zu erreichen, müssen die vorhandenen Kulturgelder gerechter verteilt werden oder aber der Kredit muss viel höher sein.   Wir fordern für eine faire und transparente Kulturpolitik: - eine komplett neue Zusammenstellung der Kommission für Theater und Tanz - eine ausgeglichene Vertretung ALLER Theatersparten in der Kommission - eine öffentliche Ausschreibung bei der Neubesetzung vakanter Plätze - ein UNABHÄNGIGES Auswahlgremium bei der Neubesetzung - eine UNABHÄNGIGE Aufsicht über die Geldverteilung von Kulturgeldern   Wir wünschen uns für das Narrenpack eine Gleichbehandlung mit jenen Institutionen, die das grosse Risiko eines festen Hauses auf sich nehmen, wie das Theater an der Effingerstrasse, das Schlachthaus, La Capella.   Das heisst: Wir brauchen längerfristig einen Vierjahresvertrag in der Höhe von 100’000.-. Kurzfristig wünschen wir uns die 30‘000.- im Rahmen der pauschalen Programmförderung zurück, für welche wir alle Kriterien erfüllen!   Ein Kriterium erfüllen wir nicht: Wir sind NICHT Teil dieser Günstlingswirtschaft. Wir haben keinerlei persönliche Verbindungen zu diesen Kommissionsmitgliedern.   Helfen Sie mit, Berns Kulturpolitik transparenter und fairer zu gestalten. Wir wollen unsere Theaterarbeit in einem würdigen Rahmen weiterführen können!   Freundliche Grüsse   Das Narrenpack   Piero Bettschen    Jeannine Brechbühl                 Corinne Vorburger
BRIEF AN DEN STADTRAT VON BERN
E-Mail:
TELEFON: 031 312 50 80
ARBEITSBEDINGUNGEN BEIM NARRNEPACK Ein Narrenpack Jahr kostet rund 160‘000.-. Wir nehmen Einschränkungen und Lohnverzicht von 60‘000.- in Kauf damit das Theater überlebt.Obwohl das Narrenpack eine Unterstützung von 100‘000.- bräuchte, um allen drei Mitgliedern einen Lohn von 2‘300.- zu bezahlen, …konnten wir mit dem fixen Betrag der Stadt Bern von 30‘000.-   in den letzten 11 Jahren unsere Theaterarbeit erfolgreich weiterführen.